Bernd Lhotzky (piano solo):
BLACK BUTTERFLY

Nominiert für den *Preis der Deutschen Schallplattenkritik* (Bestenliste)
Nominated for the *German Record Critics' Award* (Quarterly Critics' Choice)
STEREOPLAY: Klangtipp/Audiophile CD: Höchstwertung für Musik+Klang
TASTENWELT-Empfehlung: *** 'Best of Stride Piano'
Bernd Lhotzky (piano solo) 

Echoes of Swing Productions EOSP 4507 2


01Butterfly Study
Frédéric Chopin / Bernd Lhotzky
3:00
02All Through The Night
Cole Porter
4:54
03Hello, Dolly!
Jerry Herman
3:14
04Odeon
Ernesto Júlio Nazareth
2:39
05Children's Waltz
George Shearing
4:09
06Waltz In C-Sharp Minor
Frédéric Chopin / Bernd Lhotzky
3:43
07Echoes of Spring
Willie 'The Lion' Smith
3:02
08Charleston Rag
Eubie Blake
2:59
09I'm Old Fashioned
Jerome Kern / Johnny Mercer
3:02
10Comes Love
Lew Brown / Charles Tobias / Sam H. Stept
3:20
11Conversation On Park Avenue
Willie 'The Lion' Smith
2:38
12Black And Blue
Thomas 'Fats' Waller / Harry Brooks / Andy Razaf
4:01
13A-Flat Dream
James P. Johnson
3:17
14Can't Help Lovin' Dat Man
Jerome Kern / Oscar Hammerstein II
3:06
15Carolina Shout
James P. Johnson
2:26
16Black Butterfly
Duke Ellington / Ben Carruthers / Irving Mills
2:58


>Natürlich war früher nicht alles besser. Aber die Eleganz, mit der die frühen Meister des Jazz das Einfache zu virtuosen Zauberstückchen und im Gegenzug Hochkomplexes in massenkompatible Handreichungen verwandelten, die ist heute selten. Der Stride-Pianist Bernd Lhotzky ist einer der wenigen, die diese Tradition in die Gegenwart überführen. Auch sein neues Solo-Album sprudelt über vor wahrlich 'beschwingten' und intelligenten Klassik-Adaptionn und Standard-Interpretaionen - und ist deshalb völlig zu Recht sofort für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert worden.<
Oliver Hochkeppel, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG


>Bernd Lhotzky entfaltet am Piano ein ganz eigensinnigen Charme. Mit besonderer Soundästhetik und swingenden Titeln, mal melancholisch, bietet er immer wieder Momente sanft strahlender Schönheit, die zu einem besonderen Hörerlebnis werden. 'All Trough The Night' von Cole Porter, 'Odeon' von Ernesto Nazareth oder 'Black And Blue' oder Aufnahmen von Fats Waller und Duke Ellington, in sanften Tönen, die mit Raffinesse auf dem Piano mit besonderer Klangqualität dargeboten werden. Ein Album mit einem Repertoire aus bekannten und unbekannten Stücken, welche in unbändiger Gestaltungskraft und sicherem Gespür zu einem Zauber der Musik werden.<
Joachim Holzt-Edelhagen, DIE DIGITALE JAZZ-ZEITUNG (Jazzinstitut Schleswig-Holstein/Kurt-Edelhagen Archiv)


>Bernd Lhotzky ist der Pianist des wunderbaren Quartetts 'Echoes Of Swing'. Auf dieser CD führt er die Tradition des Stride Piano fort, bei dem die linke Hand praktisch wie eine Begleitband agiert, Bass und Harmonien ausführt, was zu einem kompakten, dichten Sound führt. In diesem virtuosen Stil interpretiert der 1970 am Tegernsee geborene Musiker bekannte Standards wie 'Hello Dolly' und 'Comes Love', dass einem das Herz leicht wird beim Hören. Er ist stilistisch aber nicht fixiert, meistert ebenso leichtfingrig Eubie Blakes 'Charleston Rag' und James P. Johnsons 'A-Flat Down', einen klassischen Boogie Woogie. Dann wieder schlägt er kammermusikalisch klassische Töne an, in feinen Jazz-Arrangements von Kompositionen Frederic Chopins. George Shearings 'Children's Waltz' verleiht er eine schlichte Poesie, die schon an Eric Satie erinnert. Und in 'Odeon' vom brasilianischen Komponisten Ernesto Nazareth bringt er Kontrapunkt und Samba-Saudade zusammen. Der CD-Titel stammt von einer Ellington-Komposition, die er mit einfühlsamer Klangmalerei zum Abschluss vorträgt. Auch solistisch zeigt Lhotzky, dass der traditionelle Jazz, wenn man ihn so ernsthaft und zugleich lustvoll spielt, alles andere als museal oder trivial ist.<
Dr. Ralf Stiftel, WESTFÄLISCHER ANZEIGR


>Diese Jazz-Solopiano-Scheibe gehört fraglos als weiterer Diamant in die Jazz-Sternenreihe von Bernd Lhotzky. Stridin' & Swingin' with 'Black Butterfly' gestattet Bernd Lhotzky dem Jazzpiano-Fan die vielfältige Impression eines Kaleidoskops von Spielvervgügen, Meisterlichkeit und unerschöpflichen Einfällen. In eigener Richtung dürfte Bertnd Lhotzky nicht nur als excellenter, sprühender Bandpianist bei ECHOES OF SWING, sondern vor allem im Bereich Jazz-Solopiano in Deutschland bzw. Europa zur gleichen Liga zählen wie der leider so früh verstorbene Ralph Sutton oder die Legende Dick Hyman. Jeder Titel, ob Jazzstandard oder Klassik-Uminterpretation, wird als ursprünglicher Hörgenuß dargeboten, der sich sogar beim zweiten Anhören gutlaunig intensiviert. Hierzu vermisst der Fan denn auch keine Liner-Notes mehr. Dieser Silberling ist ein perfektes Scheschenk für den Fan und zugleich für gute Freunde.<
Peter Schlaus, JAZZ TIPPS MUNICH/BERLIN


Sensibel und perfekt | Verneigt sich liebevoll vor historischem Jazz: Bernd Lhotzky
>Ja, er spielt altmodisch. Aber auf welchem Niveau! Bernd Lhotzky, weltweit geschätzter Spezialist für ältere Jazzpiano-Stile, legt mit seiner Soloscheibe 'Black Butterfly' ein neues Meisterwerk seiner Kunst vor. In den meisten der 16 Titel greift er auf den Stride-Stil zurück, mit dem James P. Johnson, Willie 'The Lion' Smith, Fats Waller und Art Tatum bis in die 1930er-Jahre das Jazzpiano prägten. So perfekt und gefühlvoll, wie es die alten Kämpen vormachten, hackt er mit der linken Hand das rhythmische und harmonische Gerüst, während die rechte elegante Melodien und rasante Läufe dagegensetzt - das erinnert an die Begleitung von Stummfilmen. Historisch korrekt gönnt sich der 41-Jährige die Freiheit, auf klassische Themen zurückzugreifen, und so eröffnet er die Scheibe mit einer Stride-Bearbeitung von Frederic Chopins Schmetterlingsetüde op. 25,9, deren Thema er noch ein wenig ergänzt und umbaut. Er kennt die Jazzgeschichte, und er lässt sich von der Ernsten Musik bei seinen ernsthaften Jazznummern inspirieren. In seiner Version von George Shearings 'Children’s Waltz' paart sich Sparsamkeit à la Eric Satie mit Stride-Anklängen, während Chopins Cis-Moll-Walzer allmählich ins Rollen kommt. Da Lhotzky ein immenses Repertoire an Stride-Varianten zur Verfügung steht und er geschickt die dynamischen Möglichkeiten des Flügels nutzt, wirkt die Platte trotz der Selbstbeschränkung abwechslungsreich. Doch es bleibt nicht beim Historisieren: Ausgerechnet in Jerome Kerns Song 'I’m Old Fashioned' weicht Bernd Lhotzky vom altmodischen Stride-Stil ab und an grundiert mit weichen Walking Lines, wie sie in den 1930ern modern wurden. Zudem gibt ein Boogie, James P. Johnsons 'A-Flat Dream' einen Ausblick auf die Post-Stride-Zeit. Mit impressionistischer Leichtigkeit öffnet Lhotzky gar in der Schlussnummer, Duke Ellingtons selten gespieltem 'Black Butterfly', weite Räume, während die Linke gelegentlich sanfte Walking Lines einflicht: eine iebevolle Verneigung vor dem Ahnvater des modernen Jazz. Der ausgewogene Klang des Flügels unterstreicht den musikalischen Gehalt der 16 Stücke. Schöner lässt sich der historische Jazz kaum interpretieren.<
Werner Stiefele, STEREOPLAY



Gesamtspieldauer: 53:26


Preis: 20.00 EUR