AUSVERKAUFT

The Three Tenors of Swing:
THE THREE TENORS OF SWING



01Bean Stalking (Idaho)
Coleman Hawkins (Jesse Stone)
4:33
02Please Don't Talk About Me When I'm Gone
Sam H.Stept / Sidney Clare
4:54
03Please Be Kind
Saul Chaplin / Sammy Cahn
3:35
04Weary Blues
Artie Matthews / Mort Greene / George Cates
4:59
05Oh My Solo (O Sole Mio)
Antti Sarpila
2:32
06East Of The Sun And West Of The Moon
Brooks Bowman
4:33
07One O'Clock Jump
William 'Count' Basie / Jimmy Mundy
5:06
08Clarion Song
Bob Wilber
3:31
09Flight Of The Hawk
Antti Sarpila
3:37
10Laura
David Raskin / Johnny Mercer
4:04
11Between The Devil And The Deep Blue Sea
Harold Arlen / Ted Koehler
5:17
12Swing In The Clowns (from 'I Pagliazzi')
Antti Sarpila
4:31
13Four Brothers
Jimmy Giuffre / John Hendricks
5:08
14The Cat Walk
Gerry Mulligan
3:57
15Panama Rag
William H. Tyers
4:47
16Medley:
3:02
16aCreole Love Call
Edward 'Duke' Ellington / Bubber Miley / Rudy Jackson
16bMood Indigo
Edward 'Duke' Ellington / Barney Bigard / Irving Mills


Three Brothers
>Wie wäre es mal mit einem Spaziergang zurück in die Zeit des Swing, mit kleinen Ausflügen zu Ragtime, Bebop, Hardbop und West Coast? Da hätte ich was für sie, lieber Leser: 'The Three Tenors Of Swing'. Antti Sarpila, Frank Roberscheuten und Spiritus rector Engelbert Wrobel, drei aus der Spitzengruppe europäischer Tenor-Saxophonisten, haben sich schon vor einiger Zeit mit einigen hervorragenden Sidemen zu einer äußerst homogenen Band zusammengetan. Das Album, ihr gemeinsames Plattendebüt (eigenes hat jeder von ihnen schon mannigfaltig vorzuweisen), das sie in diesen Tagen mit einer kleinen Tournee vorgestellt haben, ist eine wahre Perle geworden. Gut 68 Minuten lang swingt es - beinahe hätte ich gesagt: aus allen Rillen - von der Silberscheibe, deren Aufmachung inklusive Cover-Layout allerdings charmant an die Zeit der Schellack-Platten erinnert.

Die sechzehn Titel, dreizehn davon aus dem unerschöpflichen Schatz der Jazz-Standards, drei von Antti Sarpila stimmig hinzukomponiert, sind ein einziges Vergnügen. Fußwipper und Fingerschnipper reihen sich in bester Laune aneinander, und ein paar Lieblingsstücke wird jeder finden: Jimmy Giuffres 'Four Brothers' vielleicht, in dem u.a. Bassist Ingmar Heller zum Zug kommt oder Gerry Mulligans cooler 'Catwalk' mit Chris Hopkins´ glasklarem Anschlag am Klavier, an dem er auch den 'One O´Clock Jump' swingend eröffnet. Traumhaft Saitenzauberer Rolf Marx in dem wunderbaren Titel (meinem Favoriten) 'Laura', in 'Bean Stalking' oder 'East Of The Sun And West Of The Moon' - in dem Heller ebenfalls brilliert. Den wundervoll authentischen Sound verdankt die Formation nicht zuletzt den Röhrenmikrophonen aus der Sammlung des Toningenieurs Oliver Bergner, der das Album hervorragend aufgenommen, abgemischt und gemastert hat Das von Oliver Mewes taktvoll am Schlagzeug begleitete Album endet mit dem Slow-Medley 'Creole Love Call/Mood Indigo' so perfekt, wie es seit dem Opener 'Bean Stalking' durchweg war. Muß ich gleich noch einmal hören - und ihnen empfehlen.<
Frank Becker, ONLINE-MUSICMAGAZIN



Gesamtspieldauer: 68:15